Schallschutz und Musik

Oft wird nach den Schallschutzerfordernissen bei Einbaulautsprechern hinterfragt. Prinzipiell gilt, dass jeder mit dem Bau fest verbundene Lautsprecher, auch eine Störquelle bei der Körperschallübertragung darstellt. Ein kleiner Einbaulautsprecher der in einer massiven Betondecke eingebaut wurde, hat es schwer seine Anregung in das Bauwerk abzugeben. Ein großer Einbaulautsprecher hingegen, kann schon auf sich Aufmerksam machen.

Dem gegenüber steht der nach DIN geforderter Schallschutz oder auch ein erhöhtes Schallschutzmaß. Diese Normen haben aus der Historie heraus, gar nicht bis wenig elektrisch verstärkte Musik berücksichtigt. Insbesondere bei tiefen Frequenzen teilweise gar keine Berücksichtigung. So wird das Schalldämmmaß im Frequenzbereich von ca. 100-3200Hz nach DIN beurteilt.

Das heißt nicht nur „fest mit dem Bauwerk verbundene Lautsprecher“ sondern auch freistehende und sogar auf Dämpfungselementen gelagerte Lautsprecher sind in bestimmten Frequenzen und/oder ab bestimmten Pegeln im angrenzenden Raum leicht bis stark wahrnehmbar. BEISPIEL: Wer in einem Mehrfamilien-Haus einen Nachbar mit einen „Heimkino“ unter seinem Wohnzimmer hat, wundert sich nicht über den ausgeprägten Tieftonanteil der gut hörbar ankommt.

Was heißt das für eine Planung/ Vorbereitung?

Mehrfamilien-Haus mit mehreren Mietern > Lautsprecher in Wand und Decke? > NUR wenn diese als gesondertes Bauelement „schwimmend/federnd“ ausgebildet wurden >  z.B. die klassische abgehängte Decke, oder eine federnd gelagerte Vorsatzschale mit Hohlraumdämmung.
TIPP1: bitte von einem Fachbetrieb mit anerkannter Erfahrung im Akustikbau beauftragen!
TIPP2: Eine doppelt beplankte GK-Konstruktion ist einer einfachen Schale IMMER vorzuziehen!
TIPP3: Hohlräume in GK-Wänden und Decken immer Dämmen!

Reihenhaus

> auch wenn die Geschossweiße Schallübertragung keinen Mangel darstellt, da ich als Eigentümer/Mieter selbst bestimmen kann ob die Musik An oder Aus ist > kann die Schalllängsleitung zum Nachbarhaus durch bauliche Mängel die nicht immer „offensichtlich“ sind eine Beeinträchtigung oder Störung stattfinden.
TIPP: Im Rohbau mal gegen die Wand klopfen/hämmern und beim Nachbar lauschen was ankommt!

Freistehendes Einfamilienhaus

> kann ich als Mieter oder Eigentümer selber bestimmen ob meine Familie Musik „mitbekommt“ alleine durch den Dreh an dem Volume-Regler. Wenn der persönliche Anspruch aber gilt, dass in jedem Raum ungestört laut Musik gehört werden kann ,OHNE dass davon viel im Nachbarraum ankommt, dann ist ein Architekt gefragt mit Tonstudiobau Erfahrung und oder Sonderfachplaner und Berater.

Gerne stelle ich hierfür meine Erfahrung bei Fragen zur Verfügung.

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