Sound Masking

Noise Masking
Hat seinen Ursprung in der 60er Jahren. In den amerikanischen Großraumbüros wurden über Lautsprecher der an der Decke montiert waren ein weißes Rauschen nach unten abgestrahlt. Hiermit sollte ein Gefühl von Privatsphäre erzeugt werden. Damit in der benachbartem „Cubicle-Office“ nicht das gesprochene Wort von nebenan zu identifizieren war. Aktuell arbeitet das Frauenhofer Institut an einem Geräuschteppich der besser funktionieren soll als das weiße Rauschen. Aber auch die Büromöbelindustrie hat mittlerweile passive Akustikkonzepte parat, die das Gefühl von Privatsphäre vermitteln. Nicht zuletzt sollen nach der aktuellen DIN 18041 03/2016 auch die Effekte der Schallbeugung berücksichtigt werden.

Sound Masking

Bei dieser Technik geht es darum, unangenehme Umgebungsgeräusche in ihrer Wahrnehmbarkeit zu kaschieren. Dies kann mit Klängen aus der Natur aber auch mit Musik geschehen. Die Funktionsweise lässt wie folgt beschreiben. Bei einem Umgebungsgeräuschpegel von ca. 40dB wird das vorbeifahrende Auto mit 70dB gut wahrgenommen. Steigen die Umgebungsgeräusche auf 65dB, ist das einzeln vorbeifahren Auto nicht mehr 30dB lauter, sondern nur 5dB, es wird also weniger als einzelnes Geräusch wahrgenommen. Diese Sound- Masking Technik versucht mit einem Klangteppich oder Musik diesen Effekt zu erreichen. Manchmal wird diese Technik fälschlicherweise noch als Noise-Masking bezeichnet, denn es wird ja kein „weißes Rauschen“ mehr genutzt.

Fluch und Segen

Im Bereich der kommerziellen Nutzung von Gebäuden z.B. der Gastronomie im Außenbereich reduziert der Klangteppich aus Musik zwar die Wahrnehmbarkeit der Umgebungsgeräusche, jedoch sorgt die gestiegen Gesamtschallpegel auch für anstrengendere Gespräche. Um eine optimale Silben-Verständlichkeit zu erreichen, muss das gesprochene Wort beim Empfänger um 20bB lauter ankommen, als der umgebene Diffus-Schallpegel. Deshalb sollte man mit der Soundmasking-Lautstärke nicht übertreiben.

Die richtige Lautsprechertechnik

Beim Sound-Masking geht es um eine homogene und gleichmäßige Schallausbreitung. Es soll ja eine Hintergrundbeschallung werden. Durch das nicht direkt wirkende Schallfeld, muss die Stimme beim Gespräch in der Bar nicht unnötig strapaziert werden. Diese Typen von Lautsprechertechnik eignen sich hierfür besonders gut:

  1. Der unsichtbare Lautsprecher 180° (Halbkugel) von der Decke oder Wand
  2. Der Rundumstrahler 360° von der Decke oder Boden (Außenbereich)
  3. Der Linienstrahler 180° (Zylinderwelle) von der Wand aus.
  4. Der Single-Stereo Lautsprecher von der Decke aus

Hersteller von unsichtbaren Lautsprechern:

Cerasonar, Novasonar, Pursonic, Amina, Sonance, Stealth, Revolution

Hersteller von 360° Rundumstrahler:

Idealsound, N.E.A.R., Garvan, Architettura Sonora, Bose

Hersteller von Linenstrahler / Line Sources:

K-Array, Voicepoint, Bose, JBL

Hersteller von Single-Stereo Lautsprechern

DALI, Triad, Sonance, Garvan


 

Produktbeispiele

360° Lautsprecher von Idealsound / Deckenmontage

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Unsichtbarer Lautsprecher von cerasonar

Aussenlautsprecher

360° Strahler von N.E.A.R für den Außenbereich zum Teil vergraben in den Boden

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Line Source Lautsprecher von Voicepoint